Im Sternenpark – Fotografie der Milchstraße

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Den Nachthimmel mit seinen Sternen und Planeten oder gar der Milchstraße zu fotografieren, gehört für mich mit zu den schönsten Dingen in der Fotografie, allerdings auch mit zu den herausforderndsten. Um zum Beispiel die Milchstraße zu fotografieren, sollten – abgesehen von der notwendigen Technik – einige Bedingungen erfüllt sein. Der Ort an dem man fotografieren möchte, sollte so wenig Lichtverschmutzung wie nur möglich aufweisen, da das Glimmen einer kleinsten Gemeinde durch die Belichtung plötzlich zu einem „Flutlicht“ auf dem Foto mutieren könnte. Ebenfalls sollte man die Mondphasen berücksichtigen, denn der Nachthimmel sollte wirklich richtig dunkel sein. Neumond eignet sich hier natürlich besonders. Dass es möglichst wolkenfrei und klar sein sollte, erklärt sich vermutlich von selbst.

Ich habe das große Glück, dass ich – trotz der Nähe zu Berlin – eine gute Autostunde entfernt, eines der dunkelsten Gebiete Deutschlands in meiner Nähe habe – den Sternenpark im Naturpark Westhavelland. Im Schnitt dürfte hier eine Lichtverschmutzung der Stufe 3 zu finden sein. In Berlin z.B. hat man eine Lichtverschmutzung um die Stufe 8 bei einer Skala von 1-9.

Gestern war nun Neumond und klarer Himmel, die Bedingungen also perfekt. Kamera, Weitwinkelobjektiv mit 14mm Brennweite und Blende f2,8, Stativ und Fernauslöser gehörten zur Ausrüstung für diese Fotosession. Das was ich leider nicht vollständig einkalkuliert hatte, war der Faktor Mensch. 🙂 ISO 8000 verursacht auch bei der Canon 5D Mark III in den dunkleren Bildbereichen noch ein Bildrauschen, was bei Darstellung in voller Auflösung stört – mich zumindest. Also werde ich heute wohl noch einmal los und mein Glück mit ISO 3.200 und längerer Belichtung versuchen (was bei der Sternenfotografie auch seine Grenzen hat, da die Erde sich ja bekanntlich dreht und irgendwann – schneller als man denkt – Striche statt Sterne zu sehen sind).

Mit meinen Fotos von letzter Nacht bin ich dennoch ganz zufrieden und möchte sie Euch nicht vorenthalten. Vielleicht folgen ja morgen weitere… UPDATE: Leider war in der Folgenacht der Himmel nicht klar genug. Nun heißt es, bis zum nächsten Neumond warten. 🙂